Wir alle kennen das Gefühl, wenn wir eine unangenehme Aufgabe ständig vor uns hinschieben und sie einfach nicht erledigen wollen. Vor allem Prokrastination spielt dabei eine große Rolle.
Wir beschäftigen uns hier regelmäßig mit Lernmethoden und geben Tipps, wie Du Deine Lernroutine optimieren kannst und heute geht es um das „Eat-the-Frog-Prinzip“. Vielleicht hast Du auch schonmal davon gehört, denn das Prinzip ist eigentlich bekannt und zudem leicht erklärt.
Im Grunde geht es hierbei darum, die unangenehmste Aufgabe (den „Frosch“) direkt am Anfang des Tages zu erledigen (den „Frosch essen“) und so wortwörtlich leichter in den Tag zu starten. Das ist natürlich erstmal leichter gesagt als getan, aber heute beschäftigen wir uns mal etwas genauer damit und ich gebe Dir Tipps zur Umsetzung.
Das Prinzip kurz erklärt
• Zeitmanagement-Methode, die Prokrastination entgegenwirken soll
• die unangenehmste oder schwierigste Aufgabe rausfiltern
• kann zu mehr Produktivität verhelfen und Stress/Zeitdruck minimieren
• fungiert als Grundlage für effektives Zeitmanagement
Du merkst also, das Prinzip ist relativ selbsterklärend. Aber trotzdem gibt es einige Sachen, die Du beachten solltest:
Zunächst einmal priorisierst Du Deine Aufgaben danach, welche am dringendsten zu erledigen sind. Hast Du das erledigt, setzt Du die unangenehmste Aufgabe ganz nach oben auf Deine To-Do-Liste, das ist dann Dein „Frosch“. Sind klare Prioritäten gesetzt, können die Aufgaben in kleine „Portionen“ aufgeteilt werden. Dadurch sind die Ziele erreichbarer und genau das erhält die Motivation. Nun ist es natürlich wichtig, dass Du Dich auch an genau diese Reihenfolge hältst. Ohne Wenn und Aber werden die Aufgaben also der Reihe nach erledigt. Danach wirst Du merken, dass es sich viel einfacher in den Tag starten lässt, denn der Druck einer nervigen Aufgabe sitzt Dir nun nicht mehr quälend im Nacken.
Im Alltag gibt es dafür viele Beispiele, es lässt sich also ideal auf Beruf, Alltag oder Studium anwenden.
Woher kommt dieses Prinzip?
Einst formulierte Mark Twain ein bekanntes Zitat, welches dieser Methode wohl zu Grunde liegen soll. Ausgereift und benannt wurde das eigentliche Prinzip dann aber durch den Autor Brain Tracy. Dieser schrieb über das Eat-the-Frog-Prinzip sogar ein Buch. So wie jede gute Lernmethode braucht man aber natürlich auch hier eine gewisse Portion an Disziplin und Struktur. Welche anderen Voraussetzungen Du sonst noch erfüllen musst, damit Du erfolgreich mit der Methode durchstarten kannst, zeige ich Dir jetzt.
Wenn es Ihre Aufgabe ist, einen Frosch zu essen, ist es am besten, dies gleich morgens zu tun. Und wenn es Ihr Job ist, zwei Frösche zu essen, essen Sie am besten zuerst den größten.
Mark Twain
Wer sich im Alltag mehr Disziplin und Routine wünscht, muss natürlich erstmal bei sich selbst anfangen. Eine gut geordnete To-Do Liste, bei der Du Deine Aufgaben nach Priorität sortierst, ist dabei schon der beste Anfang. Sortierst Du Deine Aufgaben nämlich nach deren Dringlichkeit, erkennst Du schnell Deinen „Frosch“ für den Tag. Diese Aufgabe kannst Du Dir dann aber auch in kleinere „Portionen“ einteilen oder versuchen, leichter einen Einstieg zu finden.
Lernmethoden kombinieren
Für noch besseres Zeitmanagement lässt sich dieses Prinzip natürlich auch mit anderen Methoden kombinieren. Einen Überblick über andere Lernmethoden findest Du auch bei uns im Magazin.
Vor allem wenn Du Deinen Lernplan schon am Tag vorher erstellst, kannst Du versuchen mit dem ALPEN-Prinzip anstehende Aufgaben für den nächsten Tag vorzubereiten. Zum Buchstaben „E“ kommt hier neben „Entscheidungen über Prioritäten“ zukünftig auch „Eat-the-Frog“ hinzu. Ähnlich wie beim Eisenhower-Prinzip, denn hier werden die besonders wichtigen und dringenden Aufgaben immer hervorgehoben. Das heißt, Deine „Frosch-Aufgabe“ des Tages sollte hier ganz oben stehen, danach arbeitest du weniger wichtige und letztendlich weniger dringende Aufgaben ab. Wer seinen Schwachpunkt vielleicht schon kennt und weiß, dass man lieber feste Zeiten zum Arbeiten planen muss, sollte sich mit dem Time Blocking vertraut machen. Denn hier reservierst Du Dir ein festes Zeitfenster, indem Du Dich gezielt der großen, ersten Aufgabe widmest. Den restlichen Tag planst Du dann weniger restriktiv oder nutzt andere Lernmethoden.
Ist Deine „Frosch-Aufgabe“ zu groß? Dann lässt nämlich oft die Konzentrationsfähigkeit nach und daher bietet es sich an mit der Pomodoro-Technik die Aufgabe in 25-minütigen Zeitfenstern zu unterteilen und mit 5-minütigen Pausen zwischendrin zu arbeiten.
Damit hast Du einen Überblick über verschiedene Lernmethoden bekommen, die Du optimal zusammen mit dem Eat-the-Frog-Prinzip kombinieren kannst. Natürlich ist das aber kein Muss, sondern Du kannst das Prinzip auch alleinstehend anwenden, um möglichst schnell erfolge in Deiner Lernroutine zu erzielen. Denn hierbei kommt es letztendlich drauf an, dass Du Deinen Tag nicht nur mit einem Erfolgserlebnis startest, sondern dass Du direkt zu Beginn Deine wichtigste Aufgabe aus dem Raum geschafft hast.
Auf unserem Instagram Account stellen wir Dir auch regelmäßig Lernmethoden oder Tipps & Tricks rund ums Lernen vor, also lohnt es sich da mal vorbeizuschauen 😉



